Die Antwort in Kürze

Seit November 2025 müssen im Swiss QR Code enthaltene Adressen den strukturierten Typ S verwenden. Name, Strasse, Hausnummer, Postleitzahl, Ort und Land haben jeweils eigene Felder. Diese Pflicht betrifft das Datenformat; sie bedeutet nicht, dass jedes Feld in jeder Situation obligatorisch ist.

Wer muss handeln?

Teams mit Excel-Exporten, ERP-Migrationen oder älteren Vorlagen sollten den erzeugten Code prüfen. Eine Adresse kann auf der Rechnung richtig aussehen und dennoch als alter kombinierter Typ K codiert sein. Der Spaltenname in der Software garantiert nicht die Exportstruktur.

Felder vorbereiten

Feld Vorbereitung und Prüfung
Name Zahlungsempfänger entsprechend dem Kontoinhaber; Name des Zahlungspflichtigen, sofern angegeben
Strasse und Hausnummer Getrennte Felder; fehlende Angaben nicht erfinden
Postleitzahl Ohne Länderpräfix; als Text speichern, damit führende Nullen erhalten bleiben
Ort Eigenes Feld, nicht mit der Postleitzahl verbinden
Land Zweistelliger ISO-3166-1-Code, beispielsweise CH

Kundendaten sorgfältig umstellen

Beginnen Sie mit einer Arbeitskopie und bewahren Sie Originalwerte auf. Trennen Sie Felder nach einer dokumentierten Regel. Erstellen Sie eine Prüfliste für Hausnummern mit Zusätzen, Postfächer, internationale Adressen, mehrzeilige Firmennamen und alphanumerische Postleitzahlen. Eine automatische Trennung am letzten Leerzeichen deckt nicht alle Fälle ab.

Vermeiden Sie stille Ersetzungen oder das Abschneiden zu langer Namen. Klären Sie die Zuordnung mit dem betroffenen Empfänger und dokumentieren Sie den Export. Prüfen Sie Längen anhand der tatsächlich übertragenen Werte, nicht nur anhand der sichtbaren Darstellung.

Geschäftsbeispiel

Die fiktive Atelier du Lac SA hat die Quelladresse «Rue du Port 12B, 2000 Neuchâtel». Der Export trennt Name, Strasse «Rue du Port», Hausnummer «12B», Postleitzahl «2000», Ort «Neuchâtel» und Land «CH». Das Beispiel erklärt die Struktur und enthält keine Zahlungsanweisung.

Endergebnis testen

Erzeugen Sie repräsentative Fälle und decodieren Sie den Swiss QR Code. Der Adresstyp muss S sein, die Elemente müssen an den richtigen Positionen stehen. Prüfen Sie die Daten mit SIX-Werkzeugen, vergleichen Sie den sichtbaren Text und testen Sie den Kundenprozess. Bei bleibenden Fehlern senden Sie dem Anbieter ein anonymisiertes Beispiel und die genaue Fehlermeldung.

Kontrollpunkte

Quellen und Referenzen